Ohne sie keine sichere Infrastruktur – Versorgungsunternehmen

Sie sind Anbieter, die die grundlegende Infrastruktur und/oder Services wie Strom-, Gas- und Wasserversorgung sowie Abwasserentsorgung zur Verfügung stellen. Die Leistungen von Versorgungsunternehmen sind für uns selbstverständlich – bis sie einmal nicht zur Verfügung stehen.

In Folge der Energiewende stehen unsere Stromnetze vor einer neuen Herausforderung – einer immer dezentraleren Energieerzeugung. Dies bringt die Notwendigkeit eines verstärkten Netzausbaus mit sich, welcher durch einen sinnvollen Einsatz von Speichersystemen und entsprechender Leistungselektronik jedoch minimiert werden kann.  Bei höheren Anteilen an erneuerbaren Energien im Strom-Mix wird der Bedarf an Stromspeichern zur Integration in das Stromsystem immer größer. Stromspeicher können hier sinnvoll im Verteilnetz zur Reduzierung des notwendigen Netzausbaus, im Übertragungsnetz zur Verringerung der Nachfrage nach Spitzenlast und auch für Systemdienstleitungen eingesetzt werden.

Verminderung von Netzausbauten durch Energiespeicher

Durch den erhöhten Anschluss von einphasigen dezentralen Verbrauchern und Erzeugern – wie beispielsweise PV-Anlagen auf Eigenheimen – sowie dem vermehrten einphasigen Laden von Elektroautos können im Verteilnetz Asymmetrien entstehen, da ein Großteil derer auf L1 angeschlossen werden. Verteilnetzbetreiber (kurz VNB) besitzen desweiteren nur begrenzten Einfluss darauf, wie die Verbraucher im Endeffekt angeschlossen werden. Sie geben zwar die gleichmäßige Aufteilung auf alle Phasen vor, sind durch den immens personalintensiven Aufwand im Nachhinein allerdings nicht in der Lage, diese Vorgaben in erforderlichem Maße zu kontrollieren.

Es ist möglich, dass jene unsymmetrischen Phasenströme neben der hohen Beanspruchung und der Überdimensionierung von Betriebsmitteln (Verteilnetztrafo und Kabel) auch zur Auslösung von Schutzorganen führen. Ein weiterer Netzausbau wird darüber hinaus aufgrund der Belastungsgrenze von nur einer Phase notwendig.

Durch den Einsatz von entsprechenden Energiespeichersystemen können diese Phasenasymmetrien ausgeglichen und so Einsparungen beim Netzausbau und bei den Trafokosten erzielt werden.

Systemdienstleitungen durch Energiespeicher

Batteriespeicher sind besonders gut für die Bereitstellung von Primärregelleistungen geeignet, da sie im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken schneller Reserveleistungen erzielen.  Um ihre Wirtschaftlichkeit zu verbessern, können sie parallel Systemdienstleitungen wie Frequenzhaltung oder Blindleistungsbereitstellung erbringen und anteilig gesicherte Leistung bieten. Bei den zukünftig sinkenden Batteriepreisen ist dies nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern kann gleichermaßen durch den verminderten Einsatz von konventionellen Kraftwerken zu einer Reduktion von CO2-Emissionen führen.